Resümee 2026
So war das Wochenende der „Souveränen Digitalität”
Rund 3800 Besucherinnen und Besucher nutzten am Wochenende die Gelegenheit, die Chemnitzer Linux-Tage zu besuchen und sich im breiten Angebot aus Vorträgen, Workshops und Live-Bereich zum Motto „Souveräne Digitalität“ zu informieren. Zusätzliche 200 Menschen lauschten den Live-Streams der Vorträge an den heimischen Geräten.
Beim Betreten des Gebäudes fiel auf, dass viele Besuchende einen bunten Button trugen, um damit ihren Fotopräferenzen Ausdruck zu verleihen. Die sogenannten Offline-Tags gab es in vier Varianten: kein Bild, anonymisiertes Bild, Bild ohne Name und Bild mit Name. Das zugehörige Projekt, das vor Ort wissenschaftlich begleitet wurde, stellte Professor Pallas am Sonntag genauer vor. An der Vorstudie zum Projekt hatten zu dieser Zeit bereits 170 Personen teilgenommen. Weitere Interviews wurden mit Besuchenden während der Veranstaltung geführt, eine Nachstudie folgt. Die Projektverantwortlichen freuen sich aber schon jetzt über die hohe Resonanz und die zahlreichen positiven Rückmeldungen.
Die Vortragsräume waren gut gefüllt, die Sitzplätze reichten oft nicht aus. Das Streamingteam sorgte mit Unterstützung des C3Voc dafür, dass die Beiträge auch am heimischen Rechner verfolgt werden konnten. Die Aufzeichnungen stehen, sofern die Referenten zugestimmt haben, auch im Nachgang zur Verfügung – ein großer Teil kann in der C3Voc-Mediathek bereits angeschaut werden. Mit den Lightning-Talks bot sich am Sonntagnachmittag wieder die Möglichkeit zu Spontanvorträgen in kurzen Fünf-Minuten-Slots. Dafür wurden am Vortag die Einreichungen gesammelt, um daraus einen bunten Mix von Themen wie „Backup“, „Hardwarepreise“ oder „eigene Projekte“ zu ziehen.
Im Live-Bereich spürte man deutlich die Aktualität des Mottos „Souveräne Digitalität“. Viele der vorgestellten Lösungen gingen weg von der Cloud hin zur Hoheit über die eigenen Daten. An den Ständen fand über beide Veranstaltungstage hinweg ein reger Austausch statt, und die Möglichkeit, verschiedene Geräte am Stand haptisch zu erfahren, wurde hoch geschätzt.
Mit einer Extravergünstigung für Prüfungen punktete das Linux Professional Institute und möchte aufgrund der hohen Anmeldezahlen das Angebot im kommenden Jahr gern ausweiten. Aber nicht nur sie zogen Interessenten an, auch in den Workshops und Junior-Angeboten waren die meisten Plätze schon vor dem Wochenende reserviert. Alternativ konnte man im Lötworkshop ohne Anmeldung am eigenen Technikprojekt arbeiten.
Digitaliät war übrigens nicht überall ein Thema – in der technikfreien Zone des Kinderparadieses warteten Spiele, Bücher, Bastelmaterial und ruhige Plätze auf unsere kleinen Besucherinnen und Besucher. Man munkelt, auch einige Eltern haben sich diese Möglichkeit für eine kurze „Digitalitätspause“ nicht entgehen lassen.
Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und unseren Gästen - jeder Einzelne trägt zur Atmosphäre auf den Chemnitzer Linux-Tagen bei. Sagt uns gern, wie es euch gefallen hat: Wie war's?.
